Sonderfolge mit Barbara Bosch: Redeangst trotz Führungskarriere
Shownotes
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00:00:00: Alles so, wie sich das gehört.
00:00:01: Sehr schön!
00:00:02: Okay cool Barbara.
00:00:03: also du bist ja Speakerin Coach Expertin für Rede Angst.
00:00:06: das finde ich super spannend und du begleitest Führungskräfte habe ich gelesen aber auch andere Menschen wenn ich es richtig verstanden hab.
00:00:12: darfst gleich nochmal darauf eingehen so souverän auf Bühnen stehen zu können.
00:00:16: Du bist ja selbst auch als Speakerin aktiv und wenn ich es richtig herausgefunden habe, hast du auch deine eigene Rede Angst überwunden.
00:00:22: Und heute hilfst eben anderen dabei!
00:00:24: Deswegen würde mich total interessieren so als Staat... Also du bist auch Mutter, ganz wichtig für unseren Podcast.
00:00:29: Berufstätige Mutter ist aber auch ein interessantes Thema von unserer Hörerin.
00:00:32: Aber mich würde zum Einstieg interessieren warum machst du was du machst?
00:00:36: Herzlich willkommen bei Mama Will Reden.
00:00:38: Ich bin Saskia Dirkus, Managerin Business Coach Mutter und Gründerin vom Be-Atlas Mentoring dem Programm um mit Kind an die Spitze zu kommen.
00:00:45: ich zeige dir wie du Job Kinder und Beziehung unter einen Hut bekommst ohne dabei selbst zu kurz zu kommen.
00:00:52: Also ich glaube es sind zwei Gründe.
00:00:53: das erste ist Ich bin in einer super kommunikativen Familie aufgewachsen.
00:00:57: Ich habe drei Schwestern,
00:00:59: ich hatte mit
00:01:00: siebzehn, sechzehnt, siebzen zum ersten Mal ein eigenes Zimmer.
00:01:04: also das heißt so dieses Thema reden gutreden können argumentieren können.
00:01:07: Das war für mich schon als Kind irgendwie wichtig bis überlebensnotwendig
00:01:11: dass meine Eltern überhaupt mal mitbekommen haben.
00:01:12: und ich bin auch noch da und hab irgendwie
00:01:14: ein Thema Und ich mochte es auch schon immer.
00:01:16: Also ich war immer diejenige die auch mit meinen Freundinnen irgendwelche Gesprächsrunden geführt hat und Themen besprochen direkt am Bücher nicht gelesen hat und dann aber sobald die Diskussion los ging, voll eingestiegen bin und mündlich immer eine Eins hatte.
00:01:31: Und ich war
00:01:32: auch immer schon spannend Menschen aus anderen Kulturkreisen wie sie reden und wie Kommunikations funktioniert.
00:01:38: also fand ich immer schon toll und ich war schon immer fasziniert von Menschen die was erzählen und ich einfach total gerne zuhörte lerne und mit Dingen abspeichere.
00:01:52: Und so begeistert bin, dass ich sie automatisch weiter trage, ne?
00:01:55: Dass ich es dann erzähle!
00:01:56: Also das fand ich schon immer super spannend... Meine Mama war Journalistin, mein Papa Betriebsrat, meine Schwestern sind irgendwie Deutsch-Lehrerin und PR.
00:02:04: Also irgendwie ist so
00:02:05: dieses Thema Kommunikation unterfahren.
00:02:08: Genau.
00:02:08: Also was ist das bei?
00:02:09: Ist im Blut ein bisschen drin.
00:02:10: Und dann aber so eine ganz persönliche Geschichte neben dieser großen Leidenschaft fürs Thema und glaube auch einer großen Portion Talent habe über die jahre eine richtig fette rede angst aufgebaut.
00:02:23: ich glaube das hat irgendwie in der schule angefangen vorlesen wettbewerb eigenes buch gewonnen in der klasse und dann ging es aufs nächste
00:02:31: level.
00:02:31: fremder text
00:02:33: jury konkurrenz situation.
00:02:35: ich hatte so ein voll blackout.
00:02:36: ich konnte den text nicht lesen.
00:02:38: es war total beschämend für mich gewesen.
00:02:41: ganz ganz ganz schlimme erfahrung.
00:02:42: ich weiß nicht ob das so dieses eine traumatische event war aber ich hatte quasi Diese Lust und auch dieses Talent, das haben immer andere mir gesehen.
00:02:51: Es war immer so Eventmoderation Barbara Hochzeitsrede Barbara.
00:02:55: aber diese Angst ist nicht mehr gewachsen.
00:02:56: Und der
00:02:57: Höhepunkt was am Ende meine Studiums mit Schön wohnen zwanzig, da hatte ich in der BWL im Hauptstudium einen Marketing Seminar belegt und der Professor Huber hat dann damals zum Beginn des Semesters gesagt.
00:03:10: So Leute wir machen Sportsmarketing das wird super!
00:03:13: Es war so ein Kooperationsprojekt mit Nike oder irgendwie einer großen Sportmarke.
00:03:20: Und am Ende machen wir eine große Abschlusspräsentation und dann kommt die Presse und ihr könnt es alle präsentieren und es wird mega.
00:03:25: und es wurde natürlich bewertet.
00:03:27: Ich hatte Angst Schweiß und Schockstache Und habe wirklich so gedacht, ich kann das nicht.
00:03:31: Ich kann nicht vor diesen Leuten stehen und präsentieren weil... ...ich so Angst hatte dass durch diese Angst mein Hals zugeschnürt ist und nichts rauskommt oder dass man mir das ansieht, dass ich nervös bin oder dass das was raus kommt.
00:03:45: Ja!
00:03:46: Ich war immer die Nicht-Akademikerin von Haus aus, ne?
00:03:48: Arbeiterkind Geisteswissenschaftlerin und dann bei den ganzen BWLern, die alle irgendwie so eine entrepreneurial career schon von den Eltern quasi vorgeibnet hatten
00:03:59: sich auch verstellen wollen per beruf.
00:04:02: dann hatte ich parallel dazu noch eine große rede gehabt.
00:04:04: das ganz ähnliches setting auf englisch riesengroße gedacht muss irgendwie sterben.
00:04:10: ich kann das nicht
00:04:13: Bevor du in die Lösung reingehst, was ich ganz spannend daran finde, was du jetzt ja schon vielleicht für alle, die zuhören auch super spannend ist.
00:04:19: Es ist nicht immer so eindeutig.
00:04:20: Das ist nicht mehr so gleich.
00:04:21: ah Barbara Rede Angst sie hat gar nicht irgendwo geredet weil das finde ich können jetzt gleich schon mal viele für sich mitnehmen.
00:04:26: es geht ja nicht nur um rede angst es geht um alle Themen.
00:04:28: also wir haben das bei unseren mentoringgruppen ganz oft mit keine grenzensetzen kommunikation und so.
00:04:33: das heißt nicht dass du in keinen bereichen grenzen setzt in keinem bereich gut kommunizieren kannst.
00:04:38: das finde für sich mitdenkt.
00:04:43: In welchen Bereichen sie vielleicht so was hat und es gar nicht so präsent hat, weil du hast ja gesagt, du warst trotzdem diejenige, die für Hochzeiten, die war klar Barbara steht da und redet.
00:04:52: Und trotzdem hattest du eine Redeangst?
00:04:54: Das muss man sich auch erst mal eingestehen.
00:04:55: Aber ich habe das jedes Mal so gelitten und es hat sich massiv auf meine Lebensqualität ausgewirkt.
00:05:01: Dann hab' ich gedacht okay Barbara, du musst jetzt dir deine Entscheidung treffen!
00:05:05: Du musst diese Präsentation nicht halten dann musst du aber dein Studio abbrechen, weil das war prüfungsrelevant.
00:05:12: Gehst du auch einen Weg und eine Karriere, in der du einfach nicht Frontwoman bist.
00:05:16: Dann bist du im hinteren Camerlein, machst irgendwas.
00:05:19: keiner kennt dich Du musst nicht auf die Bühne Aber ich habe schon inne drin gespürt Ich will ja auch was bewegen, ich will etwas erreichen Und wenn wir etwas erreichen wollen schaffen wir alleine nur so viel und dann müssen wir andere Leute mit ins Boot holen und damit sie mit ins boot kommen.
00:05:32: das muss sich überzeugen.
00:05:33: Das heißt wir müssen über das wovon wir sie überzeugen wollen, auch reden.
00:05:36: Kennst du?
00:05:37: Ganz klar!
00:05:38: Und dann habe ich so gedacht,
00:05:40: eigentlich
00:05:40: ist das eher meine Persönlichkeit und außerdem habe ich auch schon gedacht also bei mir war das nicht nur im Speaking sondern auch im Privaten Also kleine Vorstellrunden Das war alles total
00:05:50: schwierig für mich und ich hab gedacht bin
00:05:51: ich später mal irgendwann Mama bin und ich habe dann solche Themen wie Elternsprecherin oder sowas.
00:05:58: Man muss sich am Leben immer wieder auch für sich einsetzen.
00:06:04: Hat man dir das angesehen?
00:06:06: Also wenn du sagst zwar die auch im privaten Schwer und so hat, haben die Menschen gemerkt wie schwer das für dich ist.
00:06:11: Das ist nämlich auch noch ein guter Punkt.
00:06:12: also wie viele von uns da draußen machen im Beruf total krass coole Sachen.
00:06:15: aber eigentlich ist da das schwitzen sie dabei und merken wir es gestresst.
00:06:20: Auch an mir selbst sehe ich oft.
00:06:22: Wenn ich am aufgeregtesten bin und denke, das ist die größte Sache gerade für mich, dann kriege ich ganz oft die Rückmeldung.
00:06:27: Boah du wirkst gar nicht aufgeregt!
00:06:32: Ich glaube es ist ja auch so eines meiner Themen... Das ist so ganz
00:06:39: schlecht
00:06:40: bei uns in der Gesellschaft verankert dass wir dieses Gefühl haben, wenn wir erwachsen sind dann dürfen wir auch keine Ängste und keine Shortcomings und keine Schwächen
00:06:51: haben.
00:06:52: Und für Sie vor
00:06:52: allen Dingen nicht zeigen in der Öffentlichkeit vor unseren Kindern usw.
00:06:57: Ich bin fest davon überzeugt genau das ist ein falscher Ansatz.
00:07:00: Wir brauchen mehr sichtbare Vorbilder die eben nicht perfekt sind.
00:07:05: Das ist auch so etwas was ich in meiner Mutterschaft ganz stark merke und erlebe.
00:07:10: Damals war das aber noch anders, damals hatte ich das Gefühl Ich darf das gar nicht zeigen.
00:07:14: Ich habe jetzt ein Hugo Boss-Anzug und ich bin cool Und die Leute auf der Bühne sind, haben keine Fehler und Schwächen und ich will dazugehören.
00:07:21: Also darf ich das auch
00:07:22: nicht zeigen.
00:07:23: Das ist das womit ich mich selbst so krass unter Druck gesetzt habe In meiner Arbeit in den letzten acht Jahren.
00:07:29: Ich hab so viele CEOs Männer, die zu mir kommen und sie sagen Barbara, ich leite hier einen Laden mit paar Hundert Leuten und ich hab Rede angesehen, ich hab Durchfall.
00:07:36: Mir geht es einfach schlecht.
00:07:37: Es verbreitet dass viele Menschen Also viele, ich habe keine Zahlen.
00:07:41: Aber es ist ein Ding das Menschen Beta-Blocker Medikamente nehmen bevor sie auf die Bühne müssen damit eben diese Dinge die Blackout auslösen dieser hohe Cortisolspiegel dann wird alles überhaupt gar nicht erst passiert.
00:07:54: also so krass ist dieses Charme
00:07:57: bei uns verankert.
00:07:58: und wie gesagt Und da denkt keiner drüber nach.
00:08:01: Also ich habe lange Produktionsbetriebe geleitet und dann sind die Mitarbeiter einfach ein bisschen angefressen, dass der Chef nicht einfach sich jetzt mal vor sie stellt.
00:08:07: Nicht einfach mal endlich wieder was sagt, nicht einfach mal wie er da ist.
00:08:10: und ich dachte mir immer selbst in den kleineren Führungsposition ganz am Anfang das ich mich schon so ja und es wird als Führungskräften auch ganz stark beigebracht.
00:08:16: Ja Shopflommanagement!
00:08:17: Du musst mit Leuten reden du musst immer da sein, du musst präsent sein.
00:08:20: aber die allermeisten Führungen haben unfassbar krasse Überwindung diese sich immer wieder so einer großen Gruppe an Mitarbeitenden zu stellen zu sprechen, bewertet zu werden.
00:08:30: Was man ja auch wird auf der Bühne?
00:08:32: Man wird bewertete.
00:08:33: das können wir jetzt ja auch nicht.
00:08:34: also du bist die Expertin.
00:08:35: aber ich würde mal vermuten dass können wir nicht klein reden oder als.
00:08:38: es ist hier auch eine aufregende Situation.
00:08:40: Es ist auch voll
00:08:40: abgefahren weil wir sind ja so Herdentiere und wir sind von den anderen abhängig.
00:08:44: Also auch wenn manche von uns eher ein Einsiedler leben führen Wir wissen aus der Forschung soziale Kontakte also nicht erst seit der ganzen longevity Bewegungen
00:08:53: Die sind für uns alle relevant und wichtig
00:08:55: irgendeine Art von Village zu haben sag' ich mal.
00:08:59: Und in dieser Vortragssituation haben wir oft das Gefühl, Wir stehen alleine auf dieser Bühne und vor uns diese riesige Herde die uns bewertet.
00:09:07: Wenn man es doof macht und uns ausschließt dann sind wir ganz allein und wir haben niemanden.
00:09:12: Das ist so diese Urangst die in uns steckt dass wir ausgeschlossen werden könnten Und das ist total verständlich.
00:09:20: und im Nachhinein weiß ich jetzt natürlich alles.
00:09:23: Damals hatte ich keine Ahnung, es war total schrecklich für mich aber ich wusste schon wenn es vielleicht doch ein Weg gäbe würde ich das gerne wagen.
00:09:31: Da habe ich mich auf den Weg gemacht, glaube ich hab drei Therapien gemacht, ich hab Coachings gemacht, ganz viele Retorikurse gemacht.
00:09:38: Ich hab Bücher gelesen, bin auch so nach rechts
00:09:40: und links
00:09:41: gegangen bisschen Yoga, Achtsamkeit.
00:09:43: Es kam erst später aber die ersten Sachen Und ich habe so verschiedene Sachen verstanden.
00:09:48: Ich hab in der Therapie gelernt,
00:09:49: ich bin nicht verrückt?
00:09:51: Sondern ich hab tatsächlich ja... Also anderen geht's auch so und ich denke das sind die Einzige,
00:09:56: ne?
00:09:57: Ja!
00:09:58: Bin ich allein damit.
00:09:59: Oh, das ist in unserem Mentorings auch ein ganz großes Thema dieses Gefühl zu merken wie du sagst, ich stehe erstmal vor einer Gruppe und dann steh' ich plötzlich in einer Gruppel und alle sagen Boah, ja fühle ich, geht mir genauso lass da gemeinsam raus.
00:10:09: Geht das cool,
00:10:10: ne?!
00:10:10: Und also ich hatte es am Anfang noch nicht so im Gespräch mit anderem aber ich hab einfach so gemerkt okay Das ist ein Thema und ich habe dann verstanden, wie dieser Teufelskreis der Angst funktioniert.
00:10:22: Und wie wir so von... keine Ahnung, ich merke, ich werde rot oder mein Herz schlägt schneller, ne?
00:10:27: Dann kommen wir
00:10:29: von diesem körperlichen Symptom
00:10:30: in eine Bewertung rein.
00:10:32: das bedeutet jetzt, dass es gefährlich, dann kommt das Gefühl, dann haben wir die Angst und dann gehen wir in diesen Teufelkreis rein und irgendwann lernt das Gehirn Präsentationen vom Menschenreden.
00:10:41: Baura Das ist wirklich eine gefährliche Situation für dich.
00:10:44: Jetzt fahren wir mal das Schutzprogramm, dass sich davon abhältig in die gefährlichen Situation reinzubringen.
00:10:49: Also so ein bisschen wie gehen nicht freundlich auf den Tiger zu und halt die offene Hand hin?
00:10:54: Aber in dieser Situation ist es eben nicht hilfreich und es auch nicht nötig
00:10:58: aber trotzdem kein Tiger.
00:11:00: So,
00:11:00: das war gut, das zu verstehen, aber ich habe irgendwie schon gedacht wahrscheinlich komme ich aus der Nummer nicht raus ohne mich dem Ganzen rauszusetzen.
00:11:08: Und das klingt jetzt heute so leicht humorvoll locker.
00:11:12: Es war wirklich die Hölle für mich, es war wirklich schlimm.
00:11:14: Ich bin dann aber als ich vor fünfzehn Jahren nach Berlin gekommen habe hier nochmal eine Therapie gemacht und hab angefangen zu den Toastmasters zu gehen.
00:11:23: Das ist so ein Rhetorikclub.
00:11:25: dieses Konzept kommt aus den USA.
00:11:27: in Berlin gibt's allein sechs sieben Clubs.
00:11:29: man trifft sich normalerweise einem bis zweimal im Monat und man übt zusammen sehr konstruktiv die öffentliche Rede.
00:11:36: also die Idee ist dass so viele
00:11:38: wie möglich
00:11:41: an einem Abend die Chance bekommen auf die Bühne zu gehen, zu üben, Feedback zu bekommen und sich weiterzuentwickeln.
00:11:48: Und ich habe das gemacht weil ich wie gesagt diese Hoffnung hatte dass ich das vielleicht überwinden kann dass ich mehr Lebensqualität habe und dass ich damit auch mehr zur Gestalterin meines eigenen Lebens und meiner eigenen Karriere werden kann.
00:12:01: Ich glaube unterbewusst auch schon weil ich wusste ich möchte davon auch dafür die bühne nutzen Kanäle um auch Wirkung zu haben.
00:12:17: Dann nochmal kurz reinzugehen, weil das klingt so dramatisch.
00:12:19: du hattest aber währenddessen ja auch ein schönes Leben oder?
00:12:21: Also du hast währenddessens schon wenn ich jetzt verstehe mit Umzug und so hattet du da schon einen Beruf warst du da eingestiegen also bei viele von uns.
00:12:28: also das ist so groß und es hat dich sehr belastet und konntest du's aber nicht auch zwischendurch einfach wegdrücken und sagen gut.
00:12:35: Ich könnte jetzt mein Leben halt hier auch einfach so gehen, wenn ich nicht so genau dahin
00:12:38: gucke.".
00:12:39: Also weil du hast dich ja bewusst dem Ausgesetzt aus, ich bin bewusst der Frage ausgesetzt.
00:12:43: Ja gut dann müsste ich halt still im Hintergrund arbeiten will ich das und dann ist natürlich klar boah!
00:12:48: Dann weiß ich was ich will und dann is es auch wahnsinnig wichtig, dann arbeite ich dran.
00:12:52: aber gleichzeitig hast Du wahrscheinlich auch ein Leben geführt, was auch durchaus schön war oder?
00:12:56: Was auch da war...
00:13:01: oder gleichzeitig, mich hat das ziemlich krass belastet.
00:13:04: Also mich hat es so krassbelastet dass ich ja dann wie gesagt nochmal die Therapie hier gemacht habe und ist auch immer so eine Typssache.
00:13:13: aber ich bin so ein Typ Mensch.
00:13:14: Ich neige
00:13:15: auch zu diesem
00:13:16: Katastrophisieren und immer wieder drüber dieses Grübeln und drüber nachdenken Und es hat schon ein ordentliches Tortenstück von meinem Leben aufgesaugt.
00:13:24: doch Okay Krass Ja Super Es ist gut es noch mal genauso zu wissen.
00:13:30: Genau, mein Mann war das damals.
00:13:32: Der ist Kanadier und der hatte in Kanada, in Calgary da wo er herkommt Toastmasters gemacht und er hat mir davon erzählt gehabt genau die Tuesday Nurners.
00:13:44: Das war so sein Club Und das war wirklich eine riesengroße Überwindung da immer hinzugehen,
00:13:51: weil du musst als Gast,
00:13:52: als Gästin immer aufstehen und dich vorstellen.
00:13:55: Und alleine das fand ich schon ganz schrecklich.
00:13:56: also ich hatte auch schlaflose Nächte vor jeder Session aber dann wurde es besser.
00:14:00: Also ich hab's immer wieder gemacht, gemacht, gemacht und ausprobiert und habe so dieses... Das wurde langsam bei mir so neuronal neu verknüpft, so aha okay!
00:14:08: Und am Anfang gibt´s noch nicht so dieses Vertrauen ne?
00:14:10: Das ist wahrscheinlich bei euch auch.
00:14:12: Du probierst an Grenzen zu setzen, ah dann funktioniert vielleicht nicht ganz so gut oder doch gut.
00:14:16: und dann
00:14:17: fragst du dich
00:14:18: Kann ich das jetzt oder war es nur Zufall?
00:14:20: Manchmal ist das ja so,
00:14:21: dass wir ein bisschen... In der Veränderung wird alles oft schwieriger erstmal.
00:14:24: Wie im Change Management auch!
00:14:25: Du machst es dann aber danach fühlst du dich ja auch erst mal schweißgebadet und durch und hast vielleicht auch wie so'n bisschen Muskelkater die erstmal paar Tage andauert.
00:14:33: also erstmal fühlt sich ja nicht immer direkt besser an.
00:14:36: Ich bin dran geblieben Und dann ist diese Angst immer kleiner geworden, je häufiger ich das gemacht habe.
00:14:41: und irgendwann kam so dieses Feuer der Vorfreude.
00:14:44: Das ist ja das wo ich so sage irgendwann kommt dieser Punkt wo du mehr Lust hast auf die Bühne zu gehen deine Botschaft zu teilen als diese Angst.
00:14:51: Und das war ein ganz besonderer Moment und der nächste Wichtige, der dazu geführt hat warum ich heute
00:14:56: das mache.
00:14:56: was ich mache ist weil ich mich zum ersten
00:14:58: mal auf die Bühne gestellt habe und über meine eigene Rede angst geredet hab offen vor Publikum.
00:15:03: Ich wusste halt nicht was passiert.
00:15:04: Lachen nämlich aus schmeißen sie mich jetzt raus nachher immer gedacht bei Toastmasters da sind nur Leute die werden dann Speaker danach ja und nicht irgendwelche Leute die so
00:15:12: Angsthasen sind wie ich.
00:15:15: Und das war aber ganz toll, weil danach sind so viele Leute auf mich zugekommen die gesagt haben krass Barbara ich hätte es nie gedacht du wirkst nicht so.
00:15:21: Aber deine Geschichte dir resoniert so mit mir!
00:15:23: Weil wenn ich auf Englisch präsentiere dann bin ich auch krass nervös oder wenn ich vor meinen Vorgesetzten präsentiere.
00:15:29: also jeder kannte das was ich so nenne diesen Mount Everest.
00:15:33: Und da habe ich dazu mir so Klick gemacht, weil ich dann auch gefragt wurde Barbara was hat dir denn geholfen?
00:15:37: kannst du mal einen Workshop machen.
00:15:39: Das war der erste Moment wo ich gemerkt habe dass meine eigene Reise und meine Geschichte nicht nur etwas ist das mir wahnsinnig geholft hat und mir so viel Lieblingsqualität zurückgegeben hat sondern wo auch so viel drin steckt mit dem ich anderen helfen kann.
00:15:51: Und das war so ein bisschen vielleicht die Geburtsstunde meiner Selbstständigkeit, es hat dann auch noch ein bisschen gedauert und dann habe ich mich aber im Jahr zwei tausend achtzehnten so offiziell angemeldet und selbstständig gemacht als Speakerin Coach und bin losgestartet.
00:16:04: Ja, ich arbeite mit Menschen, die Redeangst haben Aber tatsächlich Leute, die so massive Rede angst haben Das sind vielleicht so fünf Prozent Die meisten Menschen die zu mir kommen wollen auf die Bühne.
00:16:15: Ich arbeite ganz viel auch mit Geschäftsführerinnen CFO's Führungskräften mit Selbstständigen und Unternehmerinnen.
00:16:22: Ich habe ja ein eigenes Programm, was offen ist für alle aber wo hauptsächlich selbstständige Frauen sind die ein Thema haben, eine Botschaft haben, die sie wirklich bewegt und die damit raus wollen.
00:16:32: Und das was wir machen ist die strategische Vorbereitung.
00:16:35: also warum gehst du auf die Bühne?
00:16:37: Was ist deine Botschaft?
00:16:38: Wer sitzt im Publikum?
00:16:39: What's In It For Them?
00:16:40: Dann dieses ganze Storycrafting.
00:16:42: wie baut man so einen Keynote um diese Message drum herum auf?
00:16:45: und dann der ganze Bereich Performance.
00:16:48: Wie fühle ich mich wohl auf der Bühnen?
00:16:49: Wie gehe ich in Kontakt mit dem Publikums?
00:16:51: Wie mache ich das mit dem Audience Engagement und dem Storytelling?
00:16:54: Also wirklich alles drumherum das Wohlfühlen und die damit verknüpfte Nervosität, die alle Menschen haben.
00:17:01: Das ist immer
00:17:02: so ein
00:17:03: Teil.
00:17:03: Ich arbeite nicht nur mit Frauen aber viel mit Frauen und wir machen viele Übungen, die auch darum gehen... ich liebe diese Übung von Brené Brown mit dem Permission Slip wo es darum geht sich selbst zu erlauben auf die Bühne zu gehen wie man isst.
00:17:17: also Beispiel ich muss eine Kinot auf Englisch halten habe aber einen deutschen Akzent und dadurch fühle nicht adäquat.
00:17:26: Und dann beginne ich mit so einem Unwohlsein
00:17:28: auf die Bühne, obwohl das Thema voll meins ist und dann
00:17:31: mir einfach zu erlauben... Ich erlaube mich mit meinem deutschen Akzent im Englischen auf die bühne zu gehen
00:17:35: um das Thema zu rocken.
00:17:37: Also das sind z.B.
00:17:38: solche tule.
00:17:38: Das sind Dinge dieses thema selbst wert.
00:17:41: und wie schaue ich auf mich selbst drauf?
00:17:42: Was erlaube ich mir?
00:17:44: Ja genau!
00:17:45: Das ist ganz stark, richtig.
00:17:47: massive Redeangst sehr seltener.
00:17:52: Ja, wie ist das denn für dich noch diesen Schwenk zu machen auch?
00:17:55: Du bist ja selbst berufstätige Mutter.
00:17:58: Und ich habe für mich jetzt erfahren also du hast jetzt von der Reise erzählt und du scheinst ja das sehr stark reflektiert zu haben scheint es in Therapie und Coachings verarbeitet zu haben und bei den allermeisten Menschen macht das Mutter werden hier nochmal extrem viel mit einem.
00:18:08: zum einen erleben wir dass die Dinge die vorher schon vorhanden waren werden halt verstärkt also sowohl Beziehungskonflikte berufliche Konflikte Dinge die man sich selbst vielleicht sieht und denkt oh da könnte man mal ran
00:18:20: merken wir dann
00:18:20: mit Kind.
00:18:21: Jetzt sind so noch ein bisschen Dollar und dann lernt man aber auch unglaublich viel über sich.
00:18:26: Hast du da Erfahrungsbericht, dass du sagst Boah das hat das mit mir gemacht?
00:18:30: Also ich würde sagen durch diese ganze Therapiereise
00:18:32: und alles bin ich an einem
00:18:35: echt guten Punkt für mich angekommen.
00:18:37: also wie gesagt ich habe ja so aus meinem wie hattest die Karen Lausch so schön gesagt vom vom Kernschmerz zur Kernkompetenz.
00:18:45: Ich hab hier wirklich daraus mein heute sehr erfolgreiches Business aufgebaut Und hatte dann so einen ganz guten Status für mich gehabt.
00:18:55: Habe auch meine Therapie erst mal beendet und mit meiner Mutterschaft, also
00:18:59: mein erstes Kind ist sechs,
00:19:01: mein zweites zwei... viele Themen plötzlich wieder auf dem Tisch.
00:19:10: Das erste Kind war krass und dann aber in diesem Schiff zum zweiten Kind nochmal, also ich habe in der Schwangerschaft mit meinem zweiten Kind die Therapie wieder angefangen weil da so viele Themen hochgekommen sind durch meine Mutterschaft, und dass ich diese ganzen Hormone und alles so super sensibel geworden bin.
00:19:30: Und auch ganz fein fühlig noch mal geworden bin.
00:19:34: also wirklich auch Ängste um meine Familie und die Kinder drum herum und Dinge falsch zu machen.
00:19:40: Und ganz viel so.
00:19:41: diese empfundene... Es gibt nur einen Weg eine gute Mutter zu sein!
00:19:45: Ich bin nur
00:19:46: ein
00:19:46: Failure weil nicht alles funktioniert.
00:19:49: Alles ist schwer.
00:19:51: Die Geburt meiner Kinder Es gibt so dieses Playbook, und ich fall voll raus.
00:19:55: Und ich bin nicht die ... Stillen war so scheiße!
00:19:58: Das hat überhaupt nicht funktioniert.
00:20:00: Es hat nur weh getan.
00:20:03: Es soll ja das natürlichste von der Welt sein.
00:20:04: Wieso kann ich das denn nicht?
00:20:06: Ja also... Also total krass.
00:20:10: Und wirklich ganz viel so.
00:20:14: eine Verletzlichkeit und Unsicherheiten auch.
00:20:17: Nicht im Speaking, dass gar nicht.
00:20:19: Aber in so vielen vielen anderen Themen, auf jeden Fall.
00:20:27: Gibt es für dich bestimmte Momente wo du gemerkt hast, da fällst du wieder ein alte Muster zurück?
00:20:35: Also ich war sehr überrascht... Ich glaube so Konflikte und Konflichte klären
00:20:43: usw.,
00:20:43: das war immer schon ein Thema.
00:20:44: und auch was, was ich grundsätzlich eher unangenehm empfunden habe.
00:20:49: aber worüber ich mich sehr gewundert hab ist was ich als Mutter für Ausraster bekommen habe meinem Sohn, der dann nach fünfmal darum bitten.
00:20:58: Die ersten drei Male sehr freundlich, dass er jetzt mal den Badewannenstöpsel ziehen soll, das immer noch nicht gemacht hat und ich mich dann selbst erlebe, dass ich voller Wut diesen Badewannenstöpfel rausreiße und in diese Dusche schmeisse Gott sei Dank nicht gegen seinen Kopf aber ich so total schockiert bin und irgendwie den Tresen sehr nah war.
00:21:21: Was war das denn?
00:21:22: Also wirklich, das kannte ich nicht.
00:21:26: Das war neu, das habe ich dann neu irgendwie so dazu bekommen dieses völlige Ausrasten irgendwie und ich bin auch niemand gewesen der geschrien hat.
00:21:35: also Schreien kenne ich, gab es bei mir in der Familie nicht, gab's andere Sachen aber kein Schrein.
00:21:41: Das...das war irgendwie neu!
00:21:43: Also das hat die Mutterschaft in mir geweckt.
00:21:47: Ja,
00:21:48: das ist super spannend.
00:21:49: Auch wieder schön, dass du das so ehrlich erzählst aber auch für dich damals schon reflektiert hast oder sonst würdest du dich ja jetzt gerade gar nicht mehr daran erinnern?
00:21:56: Das sind genau die Momente wo wir eigentlich merken Wir gehen in eine Überforderung und reagieren nicht mehr ruhig gelassen Und wir lassen die ganzen Träger, die wir so in uns haben plötzlich zu und reagierend da so drauf wie wir rot darauf reagieren würden.
00:22:08: und ich finde das geilste kommt nochmal wenn die Kids dann älter werden und sie einem das verhalten oder halt das gleiche dann tun.
00:22:22: Also die Wut muss ja irgendwie rausgelassen werden und irgendwas in die Ecke zu werfen ist ja.
00:22:26: früher hat man gesagt macht es nicht, aber eigentlich wenn's die Wutt wegpackt wunderbar, wenn wir kein Menschen dabei verletzen ist vielleicht eine ganz gute Idee?
00:22:32: Und dann sieht man plötzlich bei seinen Kindern dass sie genau den kleinen Kram an die Werfer da sind.
00:22:41: Ja, super spannend.
00:22:42: Okay ist es da für dich auch im Beruf und Familie?
00:22:45: Du hattest glaube ich wir haben ja schon mal gesprochen auch über deinen Programm weil ich das persönlich sehr spannend finde dass du sagst okay mit Kindern ist es jetzt so dass sich meine Berufshältigkeit verändert hat.
00:22:54: also ich möchte gerade auf dieses I can have it all hinaus diesen Glaubenssatz der ja irgendwie schädlich ist zu sagen nee man kann natürlich nicht alles haben uns heute gar nicht erst in diese Überforderung reinrennen.
00:23:04: Gleichzeitig definiere ich den gerne für mich um und sage doch, I can have it all.
00:23:07: Aber ich habe halt all auch sauber für mich definiert.
00:23:10: im Sinne von Für mich ist ein alles eben auch inklusive Kits und Co.
00:23:17: Und ist da nicht ein Alles in Sinne von keine Ahnung.
00:23:19: Ich hab nach zehn Stunden Job gleichzeitig so ungefähr
00:23:21: Genau
00:23:22: Dementsprechend fände ich das total spannend.
00:23:23: Wie ist es bei dir?
00:23:24: Wie hat sich das verändert?
00:23:26: Und wie lebst du das?
00:23:27: also ich glaube zum einen hat sich das, was ich so für mich als erstrebenswert und toll und erfüllend empfinde verändert.
00:23:35: Also ich war Operin in USA
00:23:37: mit neunzehn
00:23:38: und hatte dann einen Kooperationsprojekt mit der Lufthansa gehabt und ich hatte mich damals beworben Flugbegleiterin zu werden und war bei diesem Assessment Center – die habe ich nicht genommen – unter anderem mit der Aussage Ich sei zu dominant!
00:23:51: Ich sollte doch mal gucken ob ich nicht studieren will und irgendwas mit Management machen will.
00:23:56: Aber ich wollte unbedingt reisen und ich fand das so toll, immer unterwegs zu sein.
00:24:00: Und als ich dann... Ich war erst fest angestellt bevor ich mich selbstständig gemacht habe für ein akademisches Austauschprogramm.
00:24:07: der Hauptsitz ist in Mainz.
00:24:09: Ich hab da das Programm in Berlin übernommen.
00:24:11: Habe so Recruiting Trips gemacht in den USA.
00:24:14: Und ich habe mich immer so richtig toll gefühlt.
00:24:16: So wow!
00:24:17: Ich reise hier und so weiter.
00:24:18: Und seitdem ich Kinder habe, will ich überhaupt nicht reißen.
00:24:20: Also irgendwie ... Ich hatte einen Kunden, der hat mich angefragt für ein Workshop in Barcelona.
00:24:25: Dann habe ich so gesagt, jetzt halt mir ja nicht irgendwie das Doppelte, dass ich dann reise und ich nehme hier nicht einen extra Tag um dann Barcelona zu genießen.
00:24:35: Ich hatte das große Glück, eine Freundin dort zu haben.
00:24:37: also ich war tatsächlich viel in Barcelona aber ich reise für den Job... Also ich sag mal maximal einmal im Monat, aber eher einmal vielleicht in zwei oder drei Monaten.
00:24:48: Es ist massiv runtergegangen und für mich überhaupt nicht erstrebenswert.
00:24:54: daran definiere ich nicht wie erfolgreich ich bin oder wie cool mein Leben ist.
00:24:59: Das ist das was ich meine mit dem I Can Have It All wenn ich es umdefiniere weil du vermisst es ja jetzt gerade nicht mehr.
00:25:04: also ist es dein neues all geworden.
00:25:08: Und auch ich bin immer noch sehr zuverlässig und sehr flexibel.
00:25:15: Gleichzeitig gehen aber gewisse Sachen
00:25:19: nicht,
00:25:19: also ich hatte gerade jetzt eine Kundin die hat einen ganz wichtigen Konferenz geguckt, wo sind auch Slots?
00:25:28: Wo können wir zusammen arbeiten?
00:25:29: und dann hing irgendwie der Samstag in der Luft.
00:25:31: Und habe ich so gedacht ja kann ich eigentlich machen und mein Mann hat die Kids und es klappt und es wäre auch gegangen.
00:25:35: und hab ich so gesagt nie will ich nicht!
00:25:37: Ich will einfach diese drei Tage ich will sie für
00:25:39: mich, für
00:25:39: meinen Sport machen, ich will die Kinder und ich will zwischendurch irgendwas... ich will da nicht ein bisschen ins Modus gehen.
00:25:44: Dann habe ich halt auch gesagt
00:25:46: ne
00:25:46: kann ich dir leider nicht anbieten.
00:25:48: und das sind auch so Sachen dass hätte ich früher vielleicht nicht getraut und das hätte auch sowas mit meinem Selbstwert irgendwie so gemacht.
00:25:55: und heute bin bin ich viel klarer und ich arbeite auch in Teilzeit.
00:26:00: Und habe jetzt
00:26:01: wirklich
00:26:02: seit September, also für mich hab' ich ganz groß dieses Thema Real Self-Care.
00:26:07: Das ist im Moment so wirklich mein ganz großes Thema.
00:26:10: Wie kann ich für mich selbst gut sorgen?
00:26:12: Weil meine Tendenz ist eher
00:26:14: genau erstmal so Kinder Familie
00:26:16: das was so sein muss und dann der Job.
00:26:20: Und ich aber irgendwie nicht so, und da habe ich es jetzt auch einfach festgestellt ein ganzes Nervensystem ist total dysreguliert ja?
00:26:26: Ich möchte und muss etwas
00:26:29: für mich tun
00:26:31: und ich mache jetzt zum Beispiel seitdem mein Sohn in der Schule ist, ist diese Stunde morgens von acht bis neun.
00:26:38: Ich muss mir kurz vor Acht in der Schule abgeben.
00:26:39: die ist meine und ich mach ziemlich konsequent jeden Morgen Sport, ich gehe Walken, ich mach Gewichtetraining eine Stunde, die ich
00:26:47: für mich ganz
00:26:48: konkret
00:26:49: nur zur Grund
00:26:49: bin.
00:26:49: Ich bin auch dabei mir wirklich so Mittagspausen aufzubauen mit einer Meditation oder ich übe auch mir mal einen Mittagsschlaf zu erlauben.
00:26:58: also es fällt mir überhaupt nicht leicht aber ich bin da jetzt gerade dran und das bedeutet natürlich dass ich weniger arbeite.
00:27:04: Also ich arbeite
00:27:06: vier
00:27:07: bis sechs Stunden netto am Tag weil ich in den acht Stunden, in denen die Kinder betreut sind auch noch zwei drei Stunden irgendwie für mich brauche.
00:27:15: Und auch da mich gut rein zu pendeln und zu gucken wie kann ich mein Business aufbauen?
00:27:19: Dass genug Geld reinkommen dass ich mich damit
00:27:22: ausgefüllt fühle
00:27:23: das ich meine Ziele erreiche und das trotzdem Platz für mich da ist Und vielleicht irgendwie auch nur mal für meinen Mann und unsere Partnerschaft.
00:27:31: Aber dieses Kalibrieren, also der Tag hat so und zu viele Stunden wenn ich versuche sieben bis acht zu schlafen Wenn ich mit den Kindern Zeit haben möchte dann für welchen Bereich kann welcher Chunk an Zeit da sein sozusagen?
00:27:48: Ja Ja, absolut.
00:27:49: Und dann ist auch wieder die Frage was ich dann wirklich als Teilzeit definiere.
00:27:52: ne?
00:27:52: Weil wenn ich auf die Berufstätigkeit als Angestellte schaue Dann haben wir ganz viel Verschwendung in diesen Zeiten.
00:27:57: Ne Ich meine die berühmten Meetings, die wir alle haben oder aber auch dieses klassische Käffchen trinken und Co.
00:28:03: Was ja etwas Positives ist.
00:28:04: Aber das käffchen Tricken hast du Als Unternehmerin Die viele im Homeoffice oft Ist Dann ja auch nicht Und dann zu sagen, statt dem Käffchen trinken habe ich morgens diese Stunde für mich.
00:28:13: Da sind wir manchmal sehr hart zu uns zu sagen und dann hab' ich jetzt irgendwie weniger Arbeitszeit.
00:28:18: Aber die Arbeitszeit, die du als Unternehmerin wirklich am Schreibtisch sitzt und arbeitest ist hardcore Arbeit.
00:28:23: Die ist hardcore intensiv und da wirst du richtig gestalten und richtig machen.
00:28:28: Ich bin mir gar nicht sicher wenn du diese Stunde vorne dran hängst und eine gute Mittagspause ob du am Ende des Tages mehr oder weniger geschafft hast Nur weil diese nette Stunde nur ein
00:28:37: bisschen von daher... Also tatsächlich
00:28:38: bin ich mir sicher, dass ich mehr
00:28:39: schaffe.
00:28:41: Aber wenn ich so durchrechne sozusagen, also wenn mein Sohn von acht bis sechszehn Uhr in der Schule ist und dann diese acht Stunden Netto sozusagen habe, wie sie aufteile.
00:28:55: Und das ich einfach für mich gemerkt habe... Ich bin früher ganz oft abends zum Sport gegangen!
00:29:00: Es geht nicht!
00:29:00: Ich bin abends sowas von durch nach allem und ich hab einfach keine Energie und deswegen ist es morgens.
00:29:06: Dann komme ich in diesen schlechten Gewissenkreislauf irgendwie rein.
00:29:10: Deswegen habe ich gelernt, nee, für mich ist es wichtig, dass wir es morgen machen und deswegen mache ich grundsätzlich, es gibt immer mal Ausnahmen, aber ich habe grundsätzlich keine Termine also keine Coaching vor zehn.
00:29:20: damit ich dann einfach diese Zeit für mich habe und das kann ich so bestimmen.
00:29:26: Ja, das ist mega gut!
00:29:27: Okay, dann lass uns zum Abschluss mal noch einmal da reingucken.
00:29:29: du sagst du hast sehr viele Frauen in deinen Wohlprogrammen als auch in den Einzelcoachings wobei da wartest du auch von Führungskräften gesprochen.
00:29:36: Wenn du viele Frauen drin hast, hast du bestimmt auch einige Mütter darin.
00:29:39: Mich würde total interessieren magst du nochmal darauf eingehen ob du da bestimmte Themen siehst?
00:29:44: In Bezug aber auf deine Arbeit mit Speakern sein bestimmten Themen nochmal rauskommt bei.
00:29:49: Was wir schon auch über Studien sagen können, ist dass Mutterschaft oft mit einem Verlust an selbstbewusst einhergeht.
00:29:54: Mit dem Verluste angefühlter Souveränität und Ähnlichem.
00:29:58: Weil wir natürlich auch erleben ja negative Punkte.
00:30:00: Die meisten erleben was sehr Negatives.
00:30:01: werden sie in den Wiedereinstieg kommen die erleben schon etwas Negatives im Sinne von um Gottes Willen die könnte ja mal schwanger werden dann ist sie nichts mehr wert.
00:30:07: also jede Frau weiß um den Wertverlust nach Mutterschaff.
00:30:12: dementsprechend Wir haben da Themen.
00:30:14: wie sehen die sehr eindeutig bei uns?
00:30:16: Das
00:30:16: ist eine total gute Frage.
00:30:22: Ich war letzte Woche in einem anderen Podcast, da habe ich auch so eine Frage bekommen.
00:30:25: Ach genau!
00:30:26: Da ging es bei dem Speaking & Shift-Seer in den Wechseljahren, weil ich habe viele Frauen zwischen bis
00:30:32: zu
00:30:33: vierzig und
00:30:34: fünffünfzig.
00:30:37: Also tatsächlich müsste ich mir das mal
00:30:39: mitnehmen
00:30:39: und das mal überlegen.
00:30:40: also es gibt Themen die ich bei Frauen sehe.
00:30:43: Ich sehe da wirklich einen Unterschied zwischen Frauen, die Mama sind und Frauen, mit denen sie keine Mama sind.
00:30:52: Es ist vielleicht
00:30:53: auch gar nicht das Wichtige.
00:30:54: Ich glaube, dass die Frage vielleicht gar nicht gut gestellt wird, weil letztendlich was mich interessiert... ich weiß ja schon wir haben Verlust an Selbstbewusstsein und wir haben ein Verluste an Souveränität.
00:31:03: Das wird auch in deinem Themenbereich sein, es wird aufkommen bei deinen Kunden und Klienten.
00:31:09: Was machst du damit?
00:31:10: Wie gehst du damit um?
00:31:11: Wie kannst du da unterstützen?
00:31:13: Was erlebst du als hilfreich?
00:31:15: überwinden, dass Frauen.
00:31:16: Also haben sie wirklich ... Boah ich bin jetzt
00:31:19: selbst bewusster krass!
00:31:21: Ich glaube erstens
00:31:22: mal was ganz wichtig ist diese Erkenntnis das meiste
00:31:28: von dem,
00:31:29: was sich so bedrohlich anfühlt ist gar nicht von draußen sondern es kommt von uns.
00:31:34: Also wir sind uns selbst die größten Kritikerinnen.
00:31:37: ich reflektiere das bei mir auch, die die am härtesten mit mir redet würde niemals ein kundene Kunde mit mir machen und wenn sie das machen
00:31:44: würden
00:31:44: würde ich sofort die Zusammenarbeit beenden.
00:31:46: aber meine eigene innere Kritikerin
00:31:48: die ist
00:31:48: immer noch am Start ja voll krass Ja, mit der arbeiten wir auch im Metering.
00:31:54: Das ist das was so hochkommt.
00:31:55: Also dieses Imposter-Syndrom bei Frauen... also wie gesagt meistens sind es selbstständige Frauen in Führungspositionen CMOs.
00:32:05: Dieses Imposter kann ich das gut genug?
00:32:08: Was ist wenn eine Frage kommt die ich nicht beantworten kann?
00:32:13: Dieses Thema Englisch ja?
00:32:14: Also das ist oft etwas was ich höre.
00:32:19: Und das, was wir machen ist... Also wir arbeiten zum Beispiel mit diesem Tool, was ich eben schon gesagt habe.
00:32:25: Mit diesen Permission Slip und ich arbeite auch total gerne mit Fakten.
00:32:29: also ich hab so eine Übung die
00:32:31: heißt Power
00:32:32: Pitch.
00:32:33: und da nehmen wir uns ne Bühne keine Ahnung.
00:32:35: Ich bin jetzt auf der und der Konferenz eingeladen sitze aus dem Panel und spreche als Expertins über das Thema XY und dann schreiben wir auf Der Satz fängt immer so an, ich bin genau die richtige um auf der Bühne XY über Thema Z zu sprechen.
00:32:51: Weil?
00:32:51: und dann schreiben wir mal so drei bis fünf Bullet Points auf basierend auf dem eigenen Wissen, der eigenen Erfahrung und der eigene Persönlichkeit.
00:32:59: Also
00:33:00: ich habe das Thema... Ich hab darüber promoviert.
00:33:03: Ich arbeite seit fünfzehn Jahren in gemischten Teams
00:33:07: und
00:33:08: beobachte und manager das jeden Tag.
00:33:11: Ich habe Teams aufgebaut mit einem gewissen Umsatz.
00:33:17: und dann dieser persönliche Aspekt.
00:33:19: wenn ich auf der Bühne stehe, wann braucht es mehr Details?
00:33:27: Wann kommen die Leute gut mit?
00:33:28: Ich bin total gut darin komplexe Dinge einfach zu erklären.
00:33:33: Und daraus machen wir wirklich so einen
00:33:34: kurzen Pitch
00:33:36: und wir üben das zusammen im Coaching.
00:33:38: Ich arbeite die meiste Zeit online also das funktioniert supergut!
00:33:41: Dann bekommen Sie aber die Aufgabe stelle Dich vor den Spiegel und erzählt Dir das selbst.
00:33:46: Also, wir haben dieses Narrativ.
00:33:49: Ich kann das nicht!
00:33:50: Das geht nicht!
00:33:51: Ich mache das falsch und das kommt automatisch.
00:33:53: Aber das... Warte mal ganz kurz.
00:33:55: Wenn ich mir die Fakten angucke, dann bin ich ein ziemlicher Rockstar in meinem Leben, in meiner Karriere.
00:34:00: Das kommt halt nicht automatisch Und der Powerpitch ist quasi
00:34:04: dieses
00:34:04: Narrativ, dass es nicht automatische kommt Dass wir uns das mal kurz erarbeiten nur basierend auf Fakten, keine Affirmation und uns hinstellen und uns das selbst erzählen.
00:34:14: Und das Schöne ist wenn wir das laut aussprechen, dass selbst hören und uns dabei sehen wie wir das aussprechen.
00:34:19: Wenn wir das ein paar mal machen dann fängt unser Gehirn an das so als gelebte Wahrheit auch zu akzeptieren und dann passiert so eine neue neuronale Vernetzung und irgendwann kommen wir dahin was wir sagen stimmt voll gut.
00:34:32: es die mich eingeladen haben ja meine gute jackpot für alle
00:34:36: die dabei sind
00:34:40: Und das geht mit jedem Thema, ob es der Imposter ist oder mein deutscher Akzent im Englischen.
00:34:49: Also immer diese Frage
00:34:51: bin ich gut genug?
00:34:53: Hab bringe ich hier genug mit?
00:34:55: Gibt es nicht andere die besser geeignet werden?
00:34:58: Das sind sehr gängige Themen und die habe ich irgendwo... Irgendwo spielt das immer eine Rolle mit allen Menschen, mit denen ich zusammen arbeite.
00:35:07: Das ist was ganz urmenschliches!
00:35:11: Mega, dann haben wir jetzt genau die Punkte getroffen weil ich glaube alle Glaubenssätze auch aufgemacht von meinen Bedürfnissen sind nicht so wichtig.
00:35:17: Ich bin nicht gut genug und diese ganzen Themen aber du hast vor allen Dingen konkrete Lösungsimpulse mitgegeben.
00:35:22: das finde ich sehr schön.
00:35:22: Ich find es ganz wichtig für die Menschen zu wissen dass es funktioniert.
00:35:25: Ich kann selbstbrust sein wieder aufbauen, ich kann an den Themen arbeiten.
00:35:28: Das hast Du gerade auch in Deiner Geschichte supergut mit gegeben!
00:35:30: Ich kann an dem Thema Arbeit nicht habe wenn ich hinschaue und den Mut hab mich da dranzumachen und Unterstützung hilft einfach letztendlich.
00:35:37: also Wir sind ja gerne unsere eigenen Suppe alles alleine schaffen, aber am Ende hilft Unterstützung einfach.
00:35:43: Und das ist was du anbietest und was wir anbieten.
00:35:45: Da freue ich mich super mit dir darüber gesprochen zu haben!
00:35:48: Ja, sehr schön!
00:35:51: Ich finde das super wichtig... Räume zu schaffen, so wie ihr das macht wo man wirklich mal ehrlich zusammenkommen kann.
00:35:59: Weil ich finde dass fehlt einfach.
00:36:00: und dann sind wir alleine und denken so wie es bei mir damals war mit der Rede angst.
00:36:04: Es geht nur mir so.
00:36:06: Und den Raum den ihr mit eurem Podcast hier aufmacht Das ist einer wo man zuhören kann nicken kann und einfach so ein Gefühl hat.
00:36:12: Ach herrlich!
00:36:13: Es gibt andere die genau so empfinden.
00:36:17: Also daher vielen Dank dass ich hier sein durfte.
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